Deggingen

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Pfarrkirche zum Heiligen Kreuz Deggingen

Pfarrkirche zum Heiligen Kreuz
Pfarrkirche zum Heiligen Kreuz ┬ę Gemeinde Deggingen

Pfarramt Deggingen
Pfarrer Andreas Ehrlich
Kirchplatz 3, 73326 Deggingen
Tel.: 07334 9597140
Fax: 07334 9597149
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├ľffnungszeiten Pfarrb├╝ro:
Dienstag von 09:30 Uhr bis 11:30 Uhr
Mittwoch von 09:30 Uhr bis 11:30 Uhr und von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Telefonische Erreichbarkeit:
Dienstag, Mittwoch und Freitag von 08:00 Uhr bis 11:30 Uhr
Mittwochnachmittag von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Informationen zur Kirche

Die urspr├╝ngliche mittelalterliche gotische Kirche, die urkundlich 1372 als Erl├Âserkirche zum Heiligen Kreuz geweiht war, wurde mit Ausnahme des Turmes 1698 wegen Bauf├Ąlligkeit und Platzmangel abgebrochen.

Einer Eingabe des damaligen Pfarrers an Erztruchse├č und Kurf├╝rst Maximilian Emmanuel in Ober- und Niederbayern um ├ťberlassung eines Teiles der Steine der von Graf Ulrich von W├╝rttemberg 1516 zerst├Ârten Burg Hiltenburg bei Bad Ditzenbach zum Bau der neuen barocken Kirche wurde enstprochen.

Schon im Herbst 1698 wurde der Grundstein der heutigen 50 m langen und 16 m breiten Saalkirche gelegt. Baumeister war Maurermeister Hans Wiedemann aus der damaligen ober├Âsterreichischen Stadt Ehingen an der Donau. Der Rohbau der Kirche ohne Dach war am 20. Februar 1700 bei einem Kostenaufwand von 5000 fl fertiggestellt. Die Innenausstattung ging nur z├Âgernd voran, sodass die Kirche erst am 29. Juni 1724 vom Weihbischof von Konstanz, Franz Johann von Sirgenstein (1723 - 1738), konsekriert werden konnte.

Der Kirchturm mit seinem charakteristischen Pyramidendach, der baugeschichtlich keine organische Einheit mit der Kirche bildet, ist Zeuge der Fr├╝hgotik und diente der alten Kirche als Chor. ├ťber einem quadratischen Grundriss ist er zweigeschossig mit Tuffsteinquadern gebaut.

In der Glockenstube des Turmes befinden sich f├╝nf Glocken:

  • Die Evangelistenglocke e' (30 Ztr.) mit Inschrift:
    "Matth├Ąus, Markus, Lukas, Johannes. Anno Domini 1459"
    Glockengie├čer unbekannt
  • Die Marienglocke g' (18 Ztr.) mit Marienbild und der Inschrift:
    "Maria in coelum assumpta, ora pro nobis. 1951"
    Glockengie├čer H. Kurtz, Stuttgart
  • Die Michaelsglocke - Gefallenenglocke a' (11,50 Ztr.) mit dem Bild von Michael und der Inschrift:
    "Ich l├Ąute zur Heimkehr von allem und allen, die fern der Heimat fallen: "Dankt ihnen betend", tu ich euch kund. "Gib Frieden, Herr" ruf ich mit ehernem Mund. Den Gefallenen und Vermi├čten 1914-18 und 1939-45 von der Pfarrgemeinde Deggingen gestiftet 1960."
    Glockengie├čer H. Kurtz, Stuttgart
  • Die Canisiusglocke h' (8,20 Ztr.) mit dem Bild des H. Canisius und der Inschrift:
    "St. Canisius bin ich genannt, gestiftet von edler Hand. "Liebet Gott! Liebet einander", k├╝ndet mein Ruf, so gelant ihr zur Heimat, f├╝r die Gott euch schuf. Von den Deggingern in der Fremde gestiftet 1960."
    Glockengie├čer H. Kurtz, Stuttgart
  • Das Totengl├Âcklein d'' (3,6 Ztr.) aus dem 13. Jahrhundert
    Glockengie├čer unbekannt
  • Gefallenen-Ehrenmal
    In dem kreuzgew├Âlbten, von der S├╝dseite zug├Ąnglichen Turmchor, ist heute das in seiner k├╝nstlerischen Gestaltung einmalige und sehenswerte Gefallenen-Ehrenmal aus der K├╝nstlerwerkstatt von Bildhauer Max Schauer aus Oberammergau aufgestellt. 

Das ├äu├čere der Kirche

Der gro├če baugeschichtliche Gegensatz von Kirche und Turm l├Ąsst sich leicht erkennen. ├ťber den Umfassungsmauern des Langschiffes w├Âlbt sich ein nicht weiter gegliedertes Dach. Gegen Osten setzt sich das Langhaus fort in einem eingezogenen, halbrund schlie├čenden Chor. Toskanische Pilaster (glatte, nur wenig aus der Wand herausragende Pfeiler) gliedern das ├äu├čere, das trotz aller Schlichtheit imposant wirkt. Der Giebel der Westfassade tr├Ągt durch die schneckenf├Ârmig gewundenen Verzierungen (Voluten) barocke Kennzeichen. Die drei Portale sind zweckm├Ą├čig und werden von Pilastern eingefasst. Das Treppent├╝rmlein an der Westseite erm├Âglicht den Zugang zum Turm.

Chorraum

Glanzst├╝ck der Kirche bildet der Chorraum. Die hervorragende Stuckarbeit gibt dem Chorgew├Âlbe ein vollendet barockes Gepr├Ąge (Sp├Ątbarock). Der Meister, nach der ├ťberlieferung der einheimische Stutkkateur Ulrich Schweizer, schuf hier in einer gro├čartigen k├╝nstlerischen Komposition den Hinweis auf die schriftliche Quelle unseres Glaubens: Der Hl. Geist, theologischer Mittelpunkt des Gew├Âlbes, als der Inspirator der Glaubenswahrheiten, ist in vier Feldern von den vier Evangelisten mit ihren Symbolen zu F├╝├čen (Mt - Engel, Mk - L├Âwe, Lk - Stier, Joh - Adler) als K├╝nder der g├Âttlichen Offenbarung umgeben. Je zwei Engel ├╝ber den Evangelisten vermitteln durch eine Muschel, dem Sinnbild er Wiedergeburt aus dem Hl. Geist, die von ihm ausstr├Âmende Kraft und Weisheit. Die F├╝lle aller vom Hl. Geist ausgehenden Gnaden und Gaben sind durch die reizenden Blumenkr├Ąnze, Fruchtfestons und Pflanzenmotive dargestellt im Rechteck, an dessen Ecken Lorbeer- und Akanthusrippen bis zum Gew├Âlbefu├č sanft niederschwingen und auf den Kapitellen aufsitzen. Letztere erfahren durch ├╝berlebensgro├če Stuckfiguren mit den Leidenswerkzeugen des Herrn eine weitere Belebung. ├ťber dem Hochaltar schlie├čt die Chordecke mit einer riesigen Muschel.

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Das Innere der Kirche

Das Kirchenschiff: Das Licht als wesentlicher Stimmungsfaktor des Barocks str├Âmt reichlich durch die hohen, rundbogigen Fenster, die weit in die Stichkappen hineinragen, die das Tonnengew├Âlbe durchschneiden. Dadurch entsteht der Eindruck eines Kreuzgew├Âlbes. Breite Quergurten teilen das Gew├Âlbe in vier Joche ab. Kr├Ąftige Wandpfeiler enden oben in den Barockkapitellen, die den Punkt der Begegnung von St├╝tze und Last bezeichnen. Reichgeschm├╝ckt mit Lorbeer und Akanthusgewinden ziehen die Diagonalrippen zur Schiffsdecke. Dort stellen vier Medaillons sch├╝chterne Versuche der Barockmalerei dar: Heilig Kreuz; Madonna; St. Josef; St. Bernhard. Blumenkr├Ąnze und Weinranken bilden die Rahmen f├╝r die auf Leinwand gemalten ├ľlbilder, deren K├╝nstler unbekannt sind. Die fl├╝ssig komponierte Kanzel ist ein Meisterwerk des Barocks. Sehr reich durch Stuck ornamentiert, zeigt sie an der achteckigen Br├╝stung die vier gro├čen Kirchenlehrer: Papst Gregor mit der Tiara, Ambrosius mit dem Bienenkorb, Augustinus mit dem Herzen in der Hand und in der Ecke Hieronymus als Zeugen der m├╝ndlichen Glaubens├╝berlieferung. Der Schalldeckel der Kanzel wird beherrscht durch die Gestalt des guten Hirten, der die an die Priester erteilte Aufgabe zu seiner eigenen macht: "Wer euch h├Ârt, der h├Ârt mich; wer euch verachtet, der verachtet mich" (Lk, 10,16). Zwei Genien verbinden Br├╝stung und Schalldeckel zu einer nat├╝rlichen Einheit. 

Hochaltar

Ein imposantes Zeugnis barocken Schaffens stellt der einzigartige und wohl einmalige Hochaltar dar. Idee und Entwurf stammen aus der Dillinger Schule und haben nach fachm├Ąnnischer Feststellung Johann Baptist Libigo, geboren in Ranau (wohl Niederraunau bei Krumbach) zum Urheber. Seine Kunstwerke sind durch folgende Merkmale gekennzeichnet:

  • Die Muskeln an Armen und F├╝├čen sind unnat├╝rlich aufgequollen, die Kn├Âchel verdickt, Kopfhaare und Bart klumpenf├Ârmig geballt, dickstr├Âmig-schwammig aufgedunsen, Merkmale, die jedem Beschauer gerade bei den Hauptfiguren Maria und Johannes unter dem Kreuz, Longinus auf dem Pferd, Helena und Konstantin links und rechts der S├Ąulen, Gottvater und zu beiden Seiten von ihm, den je zwei Aposteln, auffallen.

Im Gegensatz dazu beobachten wir bei den Nebenfiguren den Engeln, viel fl├╝ssigere, weichere Formen mit einer stark in sich gekehrten Haltung. Diese letztere k├╝nstlerische Gestaltungsweise ist die Eigenschaft seines Sohnes Josef Anton Libigo, der ebenfalls Bildhauer war und seinen Beruf auch nach Eintritt in das Benidiktinerkloster Fultenbach noch aus├╝bte.  Bei seinem Tod am 4.4.1768 als Pater Anselm, wurde in seinem Nachruf ger├╝hmt, dass er seine Kunst f├╝r nah und fern zur Verf├╝gung stellte. Offenbach schuf der Vater die Hauptfiguren, w├Ąhrend dann der Sohn nach dem fr├╝hen Tod des Vaters das Werk mit seinen Gesellen vollendet hat. Fassung und Farbe erhielten die Alt├Ąre und Figuren durch den Fa├čmaler Judas Thadd├Ąus Silchelbain aus Wangen, der einem, vor allem in Schwaben t├Ątigen Malergeschlechte angeh├Ârte.

(Text: Leo Keilbach)

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